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Arbeitstechniken bei verschiedenen Arten der Kunst

Es gibt in keinem anderen Bereich der Kunst so viele verschiedene Arbeitstechniken wie bei der Malerei. Während Kinder oftmals das Malen nach Zahlen bevorzugen um ein Bild zu erstellen, wird diese Technik auch als ein Spezialbereich der Malerei bezeichnet. Zwar würde ein professioneller Künstler niemals auf die Idee kommen, seine Impressionen in vorgegebene Zahlen zu pressen, aber um einen Einstieg in der Malerei zu bekommen eignet sich diese Arbeitstechnik gerade für Kinder und Jugendliche sehr. Eine weitere Maltechnik ist die Bleistiftzeichnung. Hier werden die Kunstwerke und Bilder ausschließlich mit einem oder verschiedenen Bleistiften angefertigt. Es entsteht am Ende ein Schwarz-Weiß-Bild.

Durch die Verwendung unterschiedlich harter Bleistiftminen können Schattierungen und Übergänge leichter erreicht werden. Eine weitere Arbeitstechnik im Bereich der Malerei ist das Malen mit Farben und Wasser. Hier wird dem Bild der ganz eigene Stil verliehen durch die Dosierung des Wassers. Wird mehr Wasser verwendet, werden die Farben durchsichtiger und heller, während wenig Wasser dazu führt, dass die Farbintensität der verwendeten Farben tiefer ist und das Bild kräftiger erscheinen lassen. Auch die Anwendung verschiedener Pinsel führt bei dieser Arbeitstechnik dazu dass das Ergebnis so aussieht wie es ist. Borstenpinsel erzielen ein ganz anderes Malergebnis wie Haarpinsel. Welche Materialien der Künstler hier verwendet liegt ganz in seinem eigenen Ermessen, mit welchem Material er am besten umgehen kann und das schönste Ergebnis erzielen kann.

Im Bereich der Fotografie unterscheiden sich die Arbeitstechniken eher darin, welche Motive der Fotograf ablichtet und insbesondere wie er sie fotografiert. Manche Bilder bekommen ihren Ausdruck dadurch, dass sie ausschließlich in Schwarz-Weiß entwickelt wurden, andere wiederum profitieren davon, dass die Farben zusätzlich und nachträglich am Computer intensiviert worden sind. Bei der Fotografie sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt seit des die computerorientierte Nachbearbeitung gibt. So weckt ein Bild, das ausschließlich im Negativ-Modus entwickelt wurde ganz andere Eindrücke beim Betrachter als wenn es ganz normal entwickelt worden wäre.

Arbeitstechniken im Bereich der Bildhauerei beziehen sich ausschließlich darauf, wie die Skulptur erstellt worden ist. Während Stein hauptsächlich mit Hammer und Meisel bearbeitet wird, kann Holz zusätzlich mit Schleifmaterial und Hobel geformt werden. Hier beschränkt das zu bearbeitende Material die unterschiedlichen Möglichkeiten der Technik enorm. Lediglich beim Erstellen von Tonskulpturen hat der Künstler viel freie Hand, da es sich hier zu Beginn um ein weiches Material handelt, das erst nach und nach die Festigkeit durch unterschiedliche Techniken bekommt. Brennen oder einfach nur Lufttrocknen verleihen der Skulptur schließlich und endlich die Form und Festigkeit um sie unveränderbar werden zu lassen.

Wer seine Liebe für eine bestimmte Kunstrichtung entdeckt hat und künftig selbst Hand anlegen will, der muss sich von Beginn an darüber im Klaren sein, dass sich nicht jede Arbeitstechnik mit der anderen kombinieren lässt. Nur die eigene Note verleiht einem Kunstwerk aber das Besondere und lässt es dem Betrachter genau die Emotionen vermitteln, die der Künstler damit in Verbindung gebracht hat.